Produkt Kulinarische Schätze
Churer Schiller
Rot trifft Weiss – in perfekter Harmonie
Das besondere Merkmal des Churer Schillers ist das gemeinsame Lesen und Verarbeiten von roten und weissen Trauben – meist Pinot Noir und Pinot Blanc oder Gris – aus demselben Rebberg. Dadurch entsteht ein Rotling mit seiner charakteristischen hellroten Farbe und einer lebendigen Säure. Ein Rosé wird im Unterschied dazu ausschliesslich aus roten Trauben gepresst.
Jahrhundertealte Weintradition
Bis ins 16. Jahrhundert wurden im Kanton vorwiegend weisse Rebsorten angebaut. Anfang des 17. Jahrhunderts gelangten auch rote Trauben – vor allem der Blauburgunder (Pinot Noir) ins Bündner Rheintal. Überlieferungen erzählen von Söldnern, die ihn aus Frankreich mitbrachten. Da verschiedene Rebsorten häufig im selben Rebberg wuchsen, wurden sie gemeinsam gelesen und verarbeitet. So entstand aus dieser praktischen Arbeitsweise der Churer Schiller.
Um den Namen «Schiller» kursieren verschiedene Erzählungen. Nach sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen leitet sich der Name vermutlich vom österreichischen Wort «Schilcher» ab, das «schielend» oder «schlecht aussehend» bedeutet. Mit dem Dichter Friedrich Schiller oder der schillernden Farbe des Weins hat die Bezeichnung somit wahrscheinlich nichts zu tun, obwohl diese Theorie weit verbreitet ist.
Vom Alltagswein zur Spezialität
Was früher der Alltagswein der Churer Bevölkerung war, ist heute eine seltene Spezialität: Der Churer Schiller wird nur noch von wenigen Weinbaubetrieben hergestellt. Seine leuchtend hellrote Farbe, fruchtige Beerenaromen und die spritzige Frische machen ihn zum perfekten Begleiter für warme Tage – ob als Aperitif, zu einer kalten Platte oder zu leichten Sommergerichten.
Jetzt probieren.
Finden Sie Churer Schiller und andere Bündner Weine direkt bei Produzent:innen im «cumpass culinaric grischun».